Weltfrauentag 2018 – Programm

13.30 ::: Einlass


13.45 ::: Begrüßung

» Lucía Jung • Círculo Latino

» Dr. Joy Alemazung • Engagement Global, Forum der Kulturen

» Moderation: Senta Zürn, DiMÖE (Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung) der Evang. Landeskirche in Württemberg


14:00 ::: Musikalische Einführung

» Piano: Poldy Tagle, Gesang: Julieta Frías, Coro Mi Canto, Sprecherin: Silvia Passera


14.30 ::: Die Elizabeth Käsemann Stiftung – eine deutsch-lateinamerikanische Kooperation zur Förderung von Demokratie und Stärkung der Menschenrechte

In Lateinamerika engagierte sich Elisabeth Käsemann auf vielfältige Weise für die Verbesserung der Lebensbedingungen der notleidenden Bevölkerung. Sie nahm an Alphabetisierungsprojekten teil, organisierte Unterstützung für bedürftige Familien, half politisch Verfolgten außer Landes zu fliehen und arbeitete in politischen und christlichen Organisationen mit. In einem Land, in dem eine falsche Bibelausgabe zur Verhaftung führen konnte und in dem Priester wegen ihres christlichen Engagements gefoltert und ermordet wurden, bedeutete solches Engagement das Todesurteil. Ihre Auffassung von christlicher Solidarität ließ sie ihr Leben für eine Welt mit mehr sozialer Gerechtigkeit lassen.

Die Elisabeth-Käsemann-Stiftung unterstützt Projekte zur Aufarbeitung staatlicher Menschenrechtsvergehen in Lateinamerika und Europa.

» Dr. Dorothee Weitbrecht


15.00 ::: Anna eine Frau mit Haltung

(Briefe einer Jüdischen Hamburgerin an Ihre Töchter in Buenos Aires)

Das ist die Lebensgeschichte von Anna Hess. Anna wurde – und das ist wirklich nicht auszudenken – im Alter von 88 Jahren aus Hamburg nach Theresienstadt deportiert. Leider hat sie den Transport überlebt. Sie lebte in Hamburg. Von 1937 an, als ihre Tochter Martha Meyer, mit ihrem Mann Egon und ihre drei Kinder Dieter, Egbert und Lisa nach Südamerika auswandert, schrieben sie sich jeden Mittwoch Briefe um Ihre Familie in Südamerika Mut zu machen obwohl sie selber die schlimmer, als Jüdin, Zeit der 2. Weltkrieg erleben musste. Heute erleben wir Migrationsströme von riesigen Ausmaß und kaum einer kann sich in die Haut dieser Menschen einfühlen, zu Ende denken, was sie durchgemacht haben, was sie verloren haben, warum sie hier sind und manch ein Hiesiger lebt sein Leben weiter, als wäre nichts. Man kann sich gut vorstellen, dass es damals nicht viel anders war.

» Madelaine Linden – deutsch-uruguayerin, Dorothea Baltzer Vorleserin


15.30 – 15.45 ::: Pause


15.45 ::: Tänze aus Peru und Musikalisches Programm


16.00 ::: Empowerment von Migrantinnen

Wegen des politischen Engagements ihrer demokratischen Eltern während des algerischen Bürgerkriegs wurde Naïla Chikhi mit 15 gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Zuerst lebte sie in Tunesien, 1996 wanderte sie nach Frankreich, 1999 nach Deutschland aus. Nach ihrem Studium der Angewandten Sprach- und Kulturwissenschaft an der Universität Mainz unterrichtete sie Deutsch als Fremdsprache in Integrationskursen. Im Mittelpunkt ihres Unterrichts standen die Förderung der Selbstständigkeit und Kompetenz der Migrantinnen, um sich in der deutschen Gesellschaft frei und selbstbestimmt entfalten zu können. Dabei kamen ihr ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen sowie ihre persönliche Lebenserfahrung im Integrations- und Einbürgerungsprozess in Deutschland zugute. Seit Juni 2016 arbeitet sie als Referentin für Flucht und Frauenrechte bei TERRE DES FEMMES e.V. und leitet CONNECT – das Empowerment Programm für geflüchtete Frauen in Berlin.

» Naïla Chikhi – deutsch- algerische Feministin


16.45 ::: Workshop Chacareras

Chacarera ist ein sehr fröhlicher, leicht erlernbarer, traditioneller, argentinischer Volkstanz, der als Paar getanzt, aber in einer Gruppe eingearbeitet werden kann. Characarra bieten uns die Möglichkeit, ausgehend von einer zunächst festen Struktur zu improvisieren, und neue Wege einer besonderen Kommunikation und eines persönlichen Ausdrucks zu entdecken.

» Milton und Romina


17.30 – 17.45 ::: Pause


17.45 ::: Ausweg aus der Prostitution – Wie Willenskraft Veränderung schafft

Sisters – für den Ausstieg aus der Prostitution e.V. hilft bundesweit prostituierten Frauen beim Ausstieg.

Der gemeinnützige Verein hat sich 2015 gegründet, weil engagierte Frauen nicht länger wegsehen wollten, wie hunderttausende Armutsprostituierte aus Osteuropa und anderen armen Ländern nach Deutschland gebracht werden, um sie hier im liberalisierten Sexmarkt zu versklaven und auszubeuten. Für Sisters ist Prostitution eine der ältesten Menschenrechtsverletzungen. Deshalb engagiert sich der Verein für die Prostituierten und gegen das Unrechtssystem Prostitution.

» Nidia Flores (Sister e.V.)

» Blanca (ex Prostituierte)


18.15 ::: Musikalisches Programm


18.30 ::: Ende der Veranstaltung